Richtlinien

Hygiene-Richtlinien in den
Jugendkunstschulen Thüringen

Zuvor:

Die durch das Corona-Virus ausgelöste Pandemie macht es notwendig, dass wir
gemeinsam intensiver unsere Hygienemaßnahmen in den Einrichtungen der
Mitglieder der LAG Jugendkunstschulen Thüringen e.V. betrachten und in
Vorbereitung auf eine schrittweise Öffnung der Schulen ergänzen.
Die hier aufgeführten Maßnahmen sind vom Vorstand erarbeitet und gelten bis auf
weiteres in allen Mitglieds-Einrichtungen im Rahmen des Kursbetriebes.
Als Grundlage dieser Hygiene-Richtlinien gelten die Regelungen laut
Infektionsschutzgesetz (IfSG) ebenso wie die Anordnungen der Thüringer
Ministerien. Diese Richtlinie ist lediglich als Ergänzung zu den Vorschriften der
jeweils zuständigen Gesundheitsämter zu verstehen und setzt diese nicht außer
Kraft.

Persönliche Hygiene:

Das Corona-Virus ist von Mensch zu Mensch durch Tröpfchen übertragbar. Daher ist
es notwendig, eine strenge persönliche Hygiene zu befolgen, wenn ein
eingeschränkter Schulbetrieb angeboten wird:

  • Bei Krankheitsanzeichen (Fieber, trockener Husten, Atemproblemen, Halsund/
    oder Gliederschmerzen) ist das Betreten der Jugendkunstschulen nicht
    gestattet.
  • Der Mindestabstand von 1,50m ist in jedem Fall einzuhalten.
  • Gründliche Händehygiene (z.B. nach dem Naseputzen), nach der Benutzung
    der Öffentlichen Verkehrsmittel, Kontakt mit Treppengeländern, Türgriffen etc.
    ist durch gründliches Händewaschen (etwa 30 Sekunden mit warmem Wasser
    und Seife) oder sachgerechte Händedesinfektion zu gewährleisten.
  • Türgriffe, Treppenläufe etc. möglichst nicht mit den Händen berühren, ggf.
    Ellenbogen benutzen.
  • Mit den Händen nicht das Gesicht, insbesondere die Schleimhäute berühren, das
    heißt, nicht an Mund, Augen und Nase fassen. Keine Berührungen, Umarmungen
    und kein Händeschütteln.
  • Kleine Verletzungen und Wunden sind sicher zu verbinden. Bei notwendigen Erste-
    Hilfe-Einsätzen während eines Kurses sind vom Behandelnden Schutzhandschuhe
    zu tragen.
  • Husten- und Niesetikette (in die Armbeuge) dringend beachten.
  • Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist ein mögliches Präventionsmittel,
    wird geraten aber in geschlossenen Räumen nicht vorgeschrieben. Auch
    geschützt mit einem Mund-Nasen-Schutz ist der Mindestabstand von 1,50m
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    dringend einzuhalten!
  • Personal und Teilnehmenden, die unter einer oder mehreren
    Vorerkrankungen leiden, wird empfohlen zuhause zu bleiben. Gleiches gilt,
    wenn im Haushalt Personen mit einem erhöhten Risiko auf einen schweren
    Krankheitsverlauf leben.
  • Benutztes Material (Pinsel, Stifte, Werkzeug etc.) ist in jedem Fall nach Ende
    des Kurses mit warmem Wasser und handelsbüblichem Reinigungsmittel zu
    reinigen.

Raumhygiene:

  • Um den vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,50m in den Kursräumen zu
    gewährleisten, ist es notwendig, die Anordnung des Mobiliars (Tische, Stühle,
    Staffeleien, Werkstatt-Arbeitsplätzen) entsprechend zu ändern.
  • Gruppen- und Partnerarbeiten, die dem Mindestabstand zuwiderlaufen, sind
    nicht möglich!
  • Abhängig von der Größe der Kursräume muss die Zahl der Teilnehmenden
    begrenzt werden!
  • Alle Räumlichkeiten mit Kursbetrieb müssen regelmäßig und intensiv durch
    vollständiges Öffnen der Fenster gelüftet werden. Ist das komplette Öffnen
    von Fenstern zum Lüften nicht möglich, darf der entsprechende Raum nicht
    für den Kursbetrieb genutzt werden!
  • Die Infektiosität der Cornonaviren nimmt auf unbelebten Oberflächen in
    Abhängigkeit von Material und Temperatur und Feuchtigkeit rasch ab. Die
    mechanische Reinigung von Oberflächen (Tische, Stühle, Türklinken,
    Waschbecken) mit üblichen Reinigungsmitteln in regelmäßigen Abständen ist
    laut RKI ausreichend.
  • Sollte eine Flächendesinfektion im Einzelfall als notwendig erachtet werden,
    sollte diese generell als Wischdesinfektion mit einer kalten Lösung erfolgen.
  • Als Nachweis für die regelmäßige Flächenreinigung ist ein
    Reinigungsprotokoll für jeden Kursraum in Benutzung sowie die
    Gemeinschaftsflächen (Flure, Lichtschalter, Telefone, Treppen- und
    Handläufe, Türklinken, Waschgelegenheiten etc.) anzulegen und einzuhalten.
  • Im Sanitärbereich müssen ausreichend Flüssigseifenspender und
    Einmalhandtücher bereitgestellt werden.
  • Toilettensitze, Armaturen, Waschbecken und Fußböden sind täglich zu
    reinigen.
  • Der Bedarf an Desinfektions- und Reinigungsmitteln in den einzelnen Schulen
    ist regelmäßig zu prüfen. Ein ausreichender Vorrat ist verpflichtend.
  • In den Einrichtungsküchen und Kühlschränken sind keinerlei Lebensmittel zu lagern.
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    Das Benutzen von Gemeinschaftsgeschirr (Tassen, Becher…) ist nicht gestattet. Es
    wird keine Verpflegung für die Kursteilnehmenden angeboten. Mitarbeitende und
    Kursteilnehmende dürfen lediglich eigene, mitgebrachte Getränke oder Vesper
    verzehren und eigenes Geschirr benutzen (Trinkflaschen etc.).

Wegeführung:

  • Jede Jugendkunstschule muss gewährleisten, dass sich Teilnehmende aus
    verschiedenen gleichzeitig stattfindenden Kursen nicht zu eng begegnen.
    Dafür ist ein leicht verständliches Wegeführungs-Konzept z.B. durch
    Markierungen auf dem Boden erforderlich.
  • Ein versetzter Kursbeginn mit entsprechend langen Pausen zwischen den
    Kursen kann eine ungewünschte Nichteinhaltung des 1,50m-
    Mindestabstandes verhindern.
  • Außerhalb der Kursräume (z.B. in Fluren, in sanitären Einrichtungen etc.) sind Mund-
    Nase-Masken von allen Anwesenden zu tragen. Die Leitungen der
    Jugendkunstschulen tragen Sorge dafür, dass ausreichend Masken vorhanden sind.
    Nach jeder Benutzung sind diese bei 90 Grad in der Maschine zu waschen. Nach
    Möglichkeit sollen eigene Masken mitgebracht werden.

Meldepflicht:

  • Aufgrund der Cornonavirus-Meldepflichtverordnung §8 und §36 des IfSG ist
    sowohl der Verdacht einer Erkrankung als auch das Auftreten von COVID-19-
    Fällen in Jugendkunstschulen dem zuständigen Gesundheitsamt unverzüglich
    zu melden.
  • Eine lückenlos geführte Anwesenheitsliste ist verbindlich.
    Die Jugendkunstschulleitungen sind für die Einhaltung der Hygiene-Richtlinien
    verantwortlich. Sie gelten bis auf weiteres in allen Häusern, die einen Kursbetrieb im
    Sinne der Angebote der Jugendkunstschulen Thüringen anbieten und Mitglied der
    LAG Jugendkunstschulen Thüringen e.V. sind.

Erfurt, Nordhausen, Gera, den 21. April 2020
Gez. Der Vorstand
(Andreas Jäckel, Martina Degenhart, Alexander Neugebauer)